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Zahngesunde Ernährung

Kurzinfo

Für die Mundgesundheit sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine gründliche Zahnpflege die Grundlage. Daneben leistet auch eine zahngesunde Ernährung einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Zahnerkrankungen.

So ernähren Sie sich zahngesund:

  • Zahngesund bedeutet in erster Linie eine zuckerarme Ernährung. Sie mögen Kuchen, Kekse, Süßigkeiten oder Softdrinks? Sie müssen nicht völlig darauf verzichten, sollten Ihren Zuckerkonsum jedoch einschränken. Wichtig: Für Ihre Zähne ist weniger die absolute Menge zuckerhaltiger Lebensmittel wichtig, sondern vor allem, wie oft sie zu Süßem greifen: Häufiges Naschen ist wesentlich schädlicher als gelegentliches, auch wenn die Menge in der Summe dieselbe ist.
  • Trinken Sie vor allem (Mineral)wasser oder ungesüßten Tee. Säure- und zuckerhaltige Getränke wie Cola, Fruchtsäfte und trockenen Wein sollten Sie nur in Maßen genießen. Zucker dient Kariesbakterien als Nahrungsquelle. Die enthaltene Säure kann den Zahnschmelz außerdem direkt angreifen (Säureerosion).
  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, die die Speichelproduktion reduzieren.
  • Kaugummi kann ebenfalls der Zahnpflege dienen und muss dazu selbstverständlich zuckerfrei sein. Kauen Sie Kaugummis aber nicht als Ersatz für die eigentliche Pflege.
  • Lebensmittel, die Fluorid enthalten, wie Fisch, einige Mineralwasser und fluoridiertes Salz, sind empfehlenswert. Dieser Mineralstoff stärkt den Zahnschmelz und macht ihn damit widerstandsfähiger gegen Karieserkrankungen.
  • Vollkornprodukte sind hellem Brot, Nudeln aus Weißmehl und geschältem Reis vorzuziehen. Sie regen die Speichelproduktion an. Speichel schützt die Zähne, da er Säure neutralisiert, Essensreste wegspült sowie antibakterielle Bestandteile und Mineralstoffe zur Härtung des Zahnschmelzes enthält.
  • Wie wär’s statt Schokolade mit einem ungesüßten Joghurt mit frischen Früchten? Milchprodukte sind gut für Ihre Zähne, da sie Kalzium und Phosphat enthalten und den Zahnschmelz ebenfalls kräftigen.
  • Falls Sie zwischendurch gerne ein Bonbon essen oder Kaugummi kauen, sollten Sie auf zahnfreundliche, zuckerfreie Süßigkeiten zurückgreifen.
  • Egal, was Sie essen: Gründliches, regelmäßiges Zähneputzen nach den Hauptmahlzeiten und die Verwendung von Zahnseide sind ausgesprochen wichtig.

Falls Sie etwas Saures gegessen oder getrunken haben, sollten Sie allerdings etwa eine halbe Stunde warten, bis Sie mit dem Zähneputzen loslegen. Nach dieser Zeit hat sich Ihr Zahnschmelz wieder von der Säureattacke erholt und gefestigt. Sie können Ihren Mund in der Zwischenzeit ausspülen.

FAQ's

Ich habe im Büro keine Möglichkeit, mir nach dem Mittagessen die Zähne zu putzen. Tut’s dann auch ein Zahnpflegekaugummi?
Zahnpflegekaugummis sind keine echte Alternative zum Zähneputzen. Tatsächlich reinigen können sie die Zähne nicht. Allerdings sorgen sie dafür, dass mehr Speichel gebildet wird. So können sich Essensreste nicht so leicht festsetzen. Damit haben zum Beispiel Karies verursachende Bakterien „weniger Nahrung“, um dem Zahn zu schaden. Mehr Speichelfluss bedeutet auch, dass Säuren aus Getränken und Lebensmitteln schneller neutralisiert werden können. Kauen Sie also ruhig nach dem Mittagessen einen Kaugummi, wenn Sie die Zähne nicht putzen können. Achten Sie allerdings darauf, dass es ein zahnfreundlicher Kaugummi ohne Zucker ist.
Wie kann ich meine kleine Tochter (3 Jahre alt) zahngesund ernähren?
Bei kleinen Kindern ist eine zahngesunde Ernährung besonders wichtig. Die Milchzähne sind viel empfindlicher als die Zähne von Erwachsenen und entwickeln daher schneller eine Karies. Hier ein paar bewährte Tipps, die Sie beachten sollten:
Geben Sie Ihrer Tochter, wenn sie Durst hat, vorwiegend Wasser und ungesüßten Tee.
Säfte sind ein guter Vitaminlieferant. Sie enthalten allerdings Fruchtsäuren und sollten nicht ständig getrunken werden. Achten Sie darauf, dass die Säfte nicht zusätzlich gesüßt sind. Softdrinks wie Cola oder Limonade sollten Sie Ihrem Kind nur selten geben. Sie sind in der Regel stark gesüßt und enthalten Säuren. Beides kann den Zähnen schaden.
Wenn Ihre Tochter eine kleine Naschkatze ist, müssen Sie ihr Süßigkeiten nicht grundsätzlich verbieten. Gelegentlich ein kleines Stückchen Schokolade oder Kuchen nach den Hauptmahlzeiten schadet den Zähnen nicht. Achten Sie allerdings darauf, dass Ihr Kind nicht ständig nascht.
Wie wär’s mit einer gesunden Alternative zu Kuchen und Keksen? Sie können z. B. mit Ihrer Tochter einen ungesüßten Joghurt mit frischen Früchten zubereiten. Nehmen Sie das Obst, dass Ihr Kind gerne mag und lassen Sie sie bei der Zubereitung helfen. So schmeckt es gleich noch viel besser.
Das Wichtigste ist in jedem Fall eine gute Zahnpflege für Kinder! Mehr Tipps zu diesem Thema finden Sie im Kapitel Vorsorge („Kinderbehandlung“).

Flüssigkeitsaufnahme

Achten Sie darauf, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da sonst Ihr Mund buchstäblich „austrocknet“ und die vorbeugende Funktion Ihres Speichels nicht gewährleistet ist. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, z. B. einige Antibiotika und Herzmedikamente. Fragen Sie Ihren Hausarzt oder Apotheker konkret nach dieser Nebenwirkung. Gut geeignet für die Flüssigkeitszufuhr sind Wasser und zuckerfreie Tees.

Zahngesunde Lebensmittel

Mit einer gesunden Mischkost liegen Sie richtig: Essen Sie ausreichend Milchprodukte, wie Käse und Joghurt. Diese liefern Ihrem Zahnschmelz die Mineralstoffe Kalzium und Phosphat. Fluoridhaltige Lebensmittel und solche, die die Speichelproduktion anregen, tragen ebenfalls zur Gesundheit Ihrer Zähne bei.

Hier einige zahngesunde Lebensmittel:

Mineralstoffhaltige Lebensmittel

  • Milchprodukte wie Käse, Joghurt, Buttermilch enthalten viel Kalzium und Phosphat.

Wegen der darin enthaltenen Mineralstoffe ist Käse nicht nur geschmacklich ein guter Begleiter zu Rotwein.

  • Brokkoli, Porree sowie anderes grünes Gemüse, Mandeln, Haselnüsse und getrocknete Feigen sind ebenfalls gute Kalziumlieferanten.

Unser Tipp: Gießen Sie das Wasser, in dem Sie das Gemüse gekocht haben, nicht weg. So können Sie das enthaltene Kalzium (und viele Vitamine) optimal nutzen.

  • Fluoridhaltige Lebensmittel schützen effektiv Ihren Zahnschmelz. Fluorid ist unter anderem in Tee, Fisch und fluoridiertem Speisesalz enthalten.

Nahrungsmittel, die die Speichelproduktion erhöhen.

Ausgiebiges Kauen regt den Speichelfluss an. Dies schützt Ihre Zähne, da Ihr Speichel von Natur aus Säure neutralisieren kann, Mineralstoffe enthält, die die Zähne aufnehmen und zudem Essenreste wegspült.
  • Vollkornbrot, Äpfel und Gemüsestreifen von Paprika oder Möhren müssen ordentlich gekaut werden und erhöhen daher die Speichelproduktion.
  • Kaugummi kann ebenfalls der Zahnpflege dienen und muss dazu selbstverständlich zuckerfrei sein. Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass weitere, von manchen Herstellern zugesetzte Bestandteile, keine oder nur eine unwesentliche Wirkung haben. Kaugummikauen sollte nicht als Ersatz für die eigentliche Zahnpflege, sondern nur als zusätzliche Maßnahme genutzt werden.

Was ist eine Säureerosion?

Säurehaltige Getränke und Lebensmittel lösen Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz heraus und machen ihn dadurch etwas weicher und weniger widerstandsfähig. Normalerweise kann dies der natürliche Speichel innerhalb etwa einer halben Stunde wieder ausgleichen: Der Zahnschmelz nimmt diese Mineralstoffe (Kalzium, Phosphat und Fluorid) aus dem Speichel auf und festigt sich wieder.

Lassen Sie Ihrem Speichel und dem Zahnschmelz diese Zeit zum Ausgleich nicht, kann es jedoch zu Schäden des Zahnschmelzes kommen, einer so genannten Säureerosion. Dabei werden während des Putzens kleine Stücke des erweichten Zahnschmelzes herausgelöst.

Um sich davor zu schützen, sollten Sie Folgendes beachten:

Wenn Sie etwas Saures gegessen oder getrunken haben, warten Sie etwa eine halbe Stunde ab, bevor Sie Ihre Zähne putzen. Saure Lebensmittel und Getränke sind zum Beispiel:

  • Softdrinks wie Cola, Limonaden
  • Säurehaltiger Wein
  • Fruchtsäfte
  • Joghurt
  • Obst wie Ananas, Johannisbeeren, Grapefruit, Limetten und Zitronen
  • Essig/Salatsaucen

Sehr schädlich für Ihre Zähne ist es zum Beispiel, wenn Sie andauernd säurehaltige Getränke zu sich nehmen. Trinken Sie lieber ungesüßte Tees und Mineralwasser.

Welche Lebensmittel sind eher schädlich?

Zucker und einfach zu verdauende Kohlenhydrate dienen Kariesbakterien als Nahrungsquelle. Außerdem können die natürliche Fruchtsäure in Säften und saurem Obst sowie Phosphor- und Zitronensäure in Cola und Limonaden auf direktem Wege Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz herauslösen und ihn somit weicher und anfälliger machen.

Hier gilt: Die Menge und die Häufigkeit machen den Schaden: Süßigkeiten, Nudeln oder Kekse sollten Sie nicht ständig nebenbei zu sich nehmen, sondern eher nur selten, etwa zu den Hauptmahlzeiten. Sie müssen auch nicht komplett auf Cola und Limo verzichten. Säurehaltige Getränke sollten Sie aber nicht zum Durstlöschen trinken, sondern ebenfalls nur gelegentlich.

Wenn Sie sich nach den Mahlzeiten die Zähne putzen, können Ihnen leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Weißmehlnudeln oder Gebäck ebenfalls nicht schaden. Nach dem Verzehr von säurehaltiger Nahrung sollten Sie allerdings etwa eine halbe Stunde mit dem Putzen warten, weil Ihre Zähne durch die Säure ein wenig angegriffen und dann beim Putzen geschädigt werden könnten.

Hier eine Auflistung von verschiedenen Lebensmitteln, die Sie nur in Maßen genießen sollten:

Lebensmittel, die viel Zucker/einfache Kohlenhydrate enthalten

  • Schokolade
  • Bonbons, Kaugummis (Unser Tipp: Greifen Sie zu zuckerfreien Bonbons und Kaugummis)
  • Kartoffelchips
  • Kuchen
  • Weißmehlnudeln, geschälter Reis
  • Weißbrot
  • Honig
  • Reife Bananen
  • Müsliriegel mit Zuckerzusatz (siehe Zutatenangaben)

Säurehaltige Getränke und Lebensmittel

  • Softdrinks wie Cola, Eistee, Limonaden
  • Fruchtsäfte
  • Saure/trockene Weine
  • Saures Obst (Zitrusfrüchte, saure Äpfel, Ananas, …)

In vielen Lebensmitteln „versteckt“ sich Zucker, zum Beispiel in Senf, eingelegten Gurken oder Fruchtjoghurts. Essen Sie daher nicht ständig solche Snacks, sondern besser nur zu den Hauptmahlzeiten.

Was heißt zahngesund?

Unter einer zahngesunden Ernährung wird eine ausgewogene Mischkost verstanden, die wenig Zucker oder andere leichtverdauliche Kohlenhydrate sowie Säuren beinhaltet und den Zähnen die Mineralstoffe liefert, die sie brauchen.
Nicht die absolute Menge der zahnschädigenden Lebensmittel, die verzehrt werden, sind hierbei wichtig, sondern vor allem die Häufigkeit und der Zeitpunkt. Gelegentlich ein Stück Schokolade oder ein Glas Limonade ist durchaus in Ordnung und schadet nicht weiter. Wenn Sie allerdings ständig naschen oder Cola, Orangensaft und Co. trinken, kann dies Ihre Zähne mehr schädigen, als wenn sie dieselbe Menge auf einmal zu sich genommen hätten.

Zahnpflegeprodukte

Kurzinfo

Zwei Mal täglich Zähne putzen ist die Grundlage einer guten Zahnpflege. Leider reicht dies nicht ganz aus. Mit der Zahnbürste können Sie höchstens zwei Drittel der Zahnoberfläche säubern. Die Zahnzwischenräume kann sie nicht komplett erreichen. Zur Reinigung dieser Stellen werden Zahnseide, Zahnhölzer, Zungenreiniger und andere Hilfsmittel angeboten. Eine sinnvolle Ergänzung der eigenen Mundhygiene ist außerdem die professionelle Zahnreinigung. Dabei werden unter anderem die Zahnbeläge aus den Zahnzwischenräumen gründlich entfernt.

Checkliste

Putzen Sie mindestens zweimal täglich Ihre Zähne. Achten Sie dabei auf eine gute Zahnputztechnik.

  • Verwenden Sie regelmäßig Zahnseide – möglichst täglich nach der letzten Mahlzeit.
  • Alternativ bzw. ergänzend können Sie zusätzliche Hilfsmittel wie Interdentalzahnbürsten benutzen.
  • Vergessen Sie Ihre Zunge nicht: Beläge auf der Zunge können z. B. zu Mundgeruch führen.
  • Medizinische Mundspüllösungen können eine Ergänzung zur sorgfältigen Zahnreinigung mit Bürste und Zahnseide sein, diese aber nicht ersetzen!
  • Nehmen Sie die regelmäßigen Kontrolltermine in unserer Praxis wahr.

Wenn Sie Fragen zur richtigen Benutzung von Zahnseide oder anderen Hilfsmitteln haben – sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gern.

FAQ's

Ich habe eine elektrische Zahnbürste. Kann ich auf Zahnseide oder Interdentalbürsten verzichten?
Nein, eine elektrische Zahnbürste erreicht wie die Handzahnbürste nicht die kompletten Zahnzwischenräume. Den Zahnfleischsaum unter Brücken kann sie ebenfalls nicht reinigen. Deshalb sollten Sie regelmäßig, mindestens aber einmal wöchentlich, Zahnseide oder Interdentalzahnbürsten verwenden. Die richtige Anwendung zeigen wir Ihnen gerne in unserer Praxis.

Fluoridgel

Fluoridgel ist ein Gel, das besonders viel Fluorid enthält und zur Härtung des Zahnschmelzes und damit dem Schutz vor Karies dient. Sie können es einmal wöchentlich verwenden. Benutzen Sie es wie Ihre Zahnpasta, um es auf den Zähnen zu verteilen. Nach dem Putzen sollten Sie allerdings nur ausspucken und nicht ausspülen, damit das Fluorid in den Zahnschmelz gelangen kann.

Zungenreiniger

Vergessen Sie Ihre Zunge bei der täglichen Mundhygiene nicht. Auf ihrer zerfurchten und rauen Oberfläche können sich leicht Speisereste und im Speichel gelöste Substanzen wie etwa Zucker ablagern. Dies ist eine der Ursachen für Mundgeruch. Besonders im hinteren Drittel der Zunge, das nicht mit dem Gaumen in Berührung kommt, können sich Bakterien ungestört festsetzen und von dort aus in die gesamte Mundhöhle ausbreiten.

Zur Entfernung der Zungenbeläge gibt es spezielle Zungenschaber oder –bürsten, die möglichst weit hinten auf der Zunge angesetzt und mit sanftem Druck nach vorne geführt werden. Den abgeschabten Speichel spucken Sie einfach aus und spülen den Mund anschließend mit Wasser gründlich aus.

Zahnpflege-Kaugummis

Kauen hat prinzipiell einen positiven Effekt auf die Zähne: Es regt den Speichelfluss an, wodurch der Mundraum gespült und Karies fördernde Substanzen wie Nahrungsreste, Zucker etc. verdünnt und entfernt werden. Unser Speichel enthält außerdem Mineralien, die den Zahnschmelz stabilisieren, dadurch Karies abwehren und Anfangsstadien der Karies sogar reparieren können.

Kaugummi, das der Zahnpflege dienen soll, muss selbstverständlich zuckerfrei sein. Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass weitere zugesetzte Wirkstoffe keine oder nur eine geringe Wirkung zur Vorbeugung gegen Zahnerkrankungen haben.

Mit dem Kauen von Kaugummi kann man das Zähneputzen allerdings nicht ersetzen, es kann aber der zusätzlichen Pflege zwischendurch dienen oder dann nützlich sein, wenn überhaupt keine Gelegenheit für die eigentliche Pflege besteht. Übrigens soll das Kaugummikauen auch die Konzentration fördern.

Mundspüllösung

Medizinische Mundspüllösungen enthalten antibakterielle Stoffe, die gegen Karies und Parodontose helfen können. Mundwässer hingegen hinterlassen nur einen frischen Geschmack und Geruch und haben keine weitere Wirkung.

Medizinische Mundspüllösungen mit einer hohen Konzentration an antibakteriellen Bestandteilen sollten nicht über längere Zeit verwendet werden. Diese können nicht nur die unerwünschten, sondern auch nützliche Bakterien in der Mundhöhle abtöten und damit bei längerem Gebrauch die Mundflora durcheinander bringen. Außerdem können sie auch das Geschmacksempfinden beeinflussen und die Zähne unschön verfärben.

Die geringer konzentrierten Lösungen tragen zu einer besseren Mundhygiene bei. Entscheidend für gesunde Zähne und Zahnfleisch ist allerdings die regelmäßige und sorgfältige Reinigung mit Zahnbürste und Zahnseide.

Spezialzahnseide

Die klassische Zahnseide ist am besten für normal enge Zahnzwischenräume geeignet. Wenn Ihre Zähne zum Beispiel durch Zahnspangen etwas weiter auseinander stehen, greifen Sie besser zu besonders dicker, flauschiger Spezialzahnseide oder Interdentalbürstchen. Auch den kleinen Spalt unter Brücken sollten Sie damit reinigen, um Entzündungen zu vermeiden. Beide Hilfsmittel finden Sie in Apotheken und Drogerien.

Für Anfänger werden Zahnseide-Sticks angeboten. Dies sind kleine U- oder Y-förmige Kunststoffhalterungen, zwischen die ein kleines Stück Zahnseide gespannt ist. Manche Benutzer haben allerdings Probleme, damit die Stellen zwischen den Backenzähnen zu reinigen. Die bislang erhältlichen elektrischen Geräte können derzeit noch nicht mit der mechanischen Reinigung durch die klassische Zahnseide mithalten.

Bitte sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch an. Wir zeigen Ihnen gerne die richtige Anwendung aller Hilfsmittel.

Zahnhölzer

Die medizinischen Zahnhölzer dienen ebenfalls dazu, die Zahnzwischenräume zu reinigen. Sie bestehen aus weichem, nicht splitterndem Holz und sind also nicht mit normalen Zahnstochern zu verwechseln. Sie können mit Fluorid überzogen sein. Feuchten Sie das Zahnholz mit etwas Speichel an und schieben Sie das Hölzchen vorsichtig in den Spalt zwischen den Zähnen. Zahnseide reinigt korrekt angewendet dennoch besser. Daher sollten Sie eher dann auf Zahnhölzer zurückgreifen, wenn Sie unterwegs sind und die Zähne nicht anders reinigen können.

Zahnseide

Zahnseide ist der nützlichste Helfer der Mundhygiene und ist besonders bei eng stehenden Zähnen geeignet. Sie sollten sie möglichst täglich nach der letzten Mahlzeit verwenden. Es gibt gewachste und ungewachste Zahnseide.
Die gewachste Zahnseide hat den Vorteil, dass sie leichter durch die Berührungsstellen der Zähne gezogen werden kann und ist daher für Anfänger besser geeignet.

Allerdings ist sie etwas dicker als die ungewachste Zahnseide und kann manchmal Wachsreste auf den Zähnen hinterlassen. Dies ist allerdings nicht schädlich und kann einfach entfernt und ausgespült werden. Die ungewachste säubert die Zähne besser und macht ein leises Quietschgeräusch, wenn der Zahn frei von Belägen ist. Sie ist normalerweise auch etwas preisgünstiger. Zahnseide kann zur Kariesprophylaxe auch fluoridiert sein. Probieren Sie am besten selbst aus, mit welcher Sie besser zu Recht kommen.

So verwenden Sie Zahnseide richtig:

Ziehen Sie etwa 30 bis 50 Zentimeter Zahnseide aus dem Spender und wickeln Sie die Enden ein paar Mal um beide Mittelfinger.

Führen Sie den Faden dann zwischen zwei Zähnen hindurch. Sie werden einen kleinen Widerstand spüren: Dies ist die Stelle, an der sich beide Zähne berühren. Legen Sie den Faden dann U-förmig um einen der beiden Zähne und bewegen den Faden vorsichtig vor und zurück (an der Zahnoberfläche und besonders im Zwischenraumbereich). Dabei sollten sie am Zahn auch auf und abgehen. Bewegen Sie den Faden nicht ruckartig und achten Sie darauf, dass sie damit nicht ins Zahnfleisch schneiden. Dadurch könnten Sie es verletzen.

Wiederholen Sie dies mit allen Zähnen.

Rollen Sie den Faden nach jedem gereinigten Zahnzwischenraum ein Stück weiter ab, um jeweils eine neue Stelle der Seide zu benutzen. Verwenden Sie die Zahnseide vor dem Putzen mit der Zahnbürste oder spülen Sie Ihren Mund danach gut aus, damit gelöste Beläge und kleinste Speisereste auch aus dem Mund entfernt werden.

Putztechniken

Kurzinfo

Um die Zähne sorgfältig zu reinigen, gibt es verschiedene Zahnputztechniken, die sich vor allem in der Bewegungsrichtung der Zahnbürste voneinander unterscheiden.

Wir stellen Ihnen im Folgenden die bekanntesten Putzmethoden vor. Eines vorweg: Die einzig richtige Zahnputztechnik gibt es nicht.

Zu der für Sie geeigneten Technik beraten wir Sie gern in unserer Praxis.

Wir können Ihnen außerdem wichtige Hinweise dazu geben, Putztechniken genau erklären und Sie bei Bedarf korrigieren. Bei Ihrer täglichen Mundhygiene finden Sie dann heraus, wie Sie mit „Ihrer“ Methode umgehen können.

Bass-Technik

Die Bass-Technik (benannt nach dem Zahnarzt Dr. Bass) basiert auf kleinen, fast auf der Stelle rüttelnden Bewegungen und ist eine der gängigsten Zahnreinigungsmethoden.

Der Vorteil dieser Technik ist die gründliche Reinigung von Zähnen und Zahnzwischenräumen. Andererseits ist die Bass-Methode nicht so leicht erlernbar und kann bei zu hoher Bürstkraft zu einer Verletzung des Zahnfleisches (Gingiva) führen.

Sie wird sowohl bei gesundem als auch bei einem krankhaft veränderten Parodontium (Zahnhalteapparat oder Zahnbett) empfohlen. Hier ist eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder eine Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates (Parodontitis) gemeint. Personen, die unter freiliegenden Zahnhälsen, also einem Zahnfleischrückgang (so genannten Rezessionen) leiden, sollten die Bass-Technik nicht anwenden. Allerdings gibt es dazu unterschiedliche Auffassungen, weil bei dieser Technik gerade die problematischen Stellen gut gereinigt werden können.

Die einzelnen Schritte:

Setzen Sie die Zahnbürste zunächst im 45° Winkel am Übergang zwischen Zahnfleisch und Zähnen auf (s. Abbildung) und üben einen leichten Druck auf sie aus.

Führen Sie nun kleine, senkrecht oder leicht kreisförmig rüttelnde Vor- und Zurückbewegungen mit der Zahnbürste aus. Bewegen Sie die Zahnbürste dabei so, als würden Sie fast auf der Stelle putzen.

Reinigen Sie sorgfältig einen Zahnabschnitt (zwei bis drei Zähne), indem Sie etwa zehn Rüttelbewegungen durchführen. Durch die schnellen Rüttelbewegungen werden Essensreste von den Zahnoberflächen und insbesondere von den schwer zu erreichenden Zahnzwischenräumen gelöst. Außerdem können Sie die Zähne reinigen und gleichzeitig das Zahnfleisch massieren.

Dann bürsten Sie mit einer Auswischbewegung in Richtung der Kauflächen. Anschließend wechseln Sie zu den nächsten zwei bis drei Zähnen und setzen die Reinigung wie beschrieben fort.

Reinigen Sie auf diese Weise nacheinander die Außen- und die Innenflächen der Zähne. Abschließend bürsten Sie sorgfältig die Kauflächen aller Zähne.

Kurz-Check:

  • Zahnbürste im 45°-Winkel auf dem Zahnfleischrand ansetzen
  • Nur leichten Druck auf die Bürste ausüben
  • Kleine, rüttelnde, senkrechte oder leicht kreisförmige Bewegungen ausführen
  • Auswischbewegung in Richtung der Kauflächen
  • Kauflächen mit einer Hin- und Herbewegung reinigen.

KAI-Technik für Kinder

Die KAI-Technik ist ideal geeignet für Klein-, Vorschul- und Grundschulkinder, weil Sie einfach zu erlernen ist und den Kleinen keine komplizierten motorischen Fähigkeiten abverlangt. Die drei Buchstaben „K,A,I“ stehen für „Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen“ und weisen auf die Putz-Reihenfolge hin.

Die einzelnen Schritte:

Beginnen Sie damit, die Kauflächen zu reinigen. Dafür wird die Zahnbürste auf der Kaufläche horizontal hin und her bewegt. Säubern Sie nacheinander die vier Kauflächen im Ober- und Unterkiefer.

Nun folgt das Putzen der Außenflächen. Dafür beißen Sie die Kauflächen aufeinander und setzen Sie die Zahnbürste rechts oder links im hinteren Backenzahnbereich an. Führen Sie sie nun mit großen Kreisbewegungen nach vorn in Richtung der Schneidezähne. Das Gleiche geschieht nun auf der anderen Kieferseite.

Danach putzen Sie in kreisenden Bewegungen auch den äußeren Bereich der Schneidezähne.


Abschließend erfolgt das Reinigen der Innenflächen der Zähne. Sie können sie entweder in kleineren Kreisen bürsten oder aber die Zahnbürste vom Zahnfleisch ausgehend mit einer Auswischbewegung zu den Zahnspitzen hin führen, wie bei der Stillmann-Technik. Reinigen Sie nacheinander erst die obere und dann die unteren Schneidezähne. Vergessen Sie dabei die Rückseiten der Schneidezähne nicht.

Kurz-Check:

  • Zunächst die Kauflächen reinigen (horizontal hin und her bewegen)
  • Putzen der Außenflächen, Bürste dabei in großen Kreisen nach vorn in Richtung der Schneidezähne führen
  • Äußeren Bereich der Schneidezähne putzen
  • Innenflächen reinigen (mit kleineren Kreisen oder mit Auswischbewegung). Vergessen Sie dabei die Rückseiten der Schneidezähne nicht.

Mehr zur speziellen Zahnpfelge bei Kindern erfahren Sie hier.

Charters-Technik (auch Massage-Technik)

Die Charters-Technik ist eine sanfte Zahnreinigungsmethode, die aber heute eher selten praktiziert wird.

Sie hilft dabei, die Zahnzwischenräume gründlich zu säubern und eignet sich für Menschen mit Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates), Rückgang des Zahnfleisches oder nach Operationen im Mundraum. Als Kritikpunkt ist anzumerken, dass diese Technik nur schwer zu erlernen ist.

Die einzelnen Schritte:

Setzen Sie die Bürste im Winkel von 45° an der äußeren Zahnfläche an und säubern einen Zahnabschnitt mit leicht vibrierenden Vor- und Zurückbewegungen auf der Stelle. Diese Technik setzen Sie auf der gesamten Außenfläche der Zähne fort.

Bei der Reinigung der Zahninnenflächen wird empfohlen, eine Art Bass-Technik anzuwenden, das heißt, die Zahnbürste am Zahnfleischrand anzusetzen und eine auswischende Bewegung in Richtung der Zahnspitze durchzuführen.

Fones-Technik (auch Rotationstechnik)

Diese Methode ist, da sie im Gegensatz zu den anderen Techniken sehr leicht zu erlernen ist, gut für Kinder geeignet. Eine noch gängigere Technik für diese Altersgruppe ist allerdings die KAI-Technik.

Bei dieser Technik besteht eine gewisse Gefahr, dass die Reinigung nicht so gründlich erfolgt wie bei der Bass- oder der Stillmann-Technik. Vor allem die schwer zu erreichenden Zahnzwischenräume werden schneller ausgelassen („überputzt“).

Die einzelnen Schritte:

Beißen Sie Ober- und Unterkiefer aufeinander und putzen Sie nun mit großen, kreisenden Bewegungen die Außenflächen der Zähne.
Um die Innenflächen zu reinigen, öffnen Sie den Mund und führen die Zahnbürste nun mit kleineren Kreisbewegungen über die innere Zahnseite.

Schrubb-Technik

Die Schrubb-Technik ist eine verbreitete Reinigungsmethode, wobei die Zähne durch eine einfache, quer verlaufende Hin- und Her-Bewegung der Zahnbürste geputzt werden.

Von dieser Methode ist jedoch abzuraten, da die Zahnzwischenräume wenig bis gar nicht gesäubert werden und durch das „Schrubben“ die Gefahr einer Verletzung des Zahnfleisches besteht.

Stillman-Technik (auch Auswischtechnik oder Rot-Weiß-Technik)

Die Stillman-Technik wird Menschen sowohl mit gesundem Zahnhalteapparat (Zahnbett) und mit einem Zahnfleischrückgang (auch „Rezessionen“) und damit empfindlicheren Zahnhälsen empfohlen.

Die einzelnen Schritte:

Auch bei dieser Technik wird die Zahnbürste mit leichtem Druck und im 45°-Winkel angesetzt, allerdings nicht am Übergang zwischen Zahnfleisch und Zähnen, sondern auf dem Zahnfleisch selbst.

Nun wird mit einer Drehbewegung in Richtung Zahnspitze (also von Rot nach Weiß) gewischt. Deshalb wird diese Methode auch Auswischmethode genannt. Im Gegensatz zur Bass-Technik verzichtet man hier bei der Stillman-Technik auf die vorhergehende Rüttelbewegung. Allerdings gibt es eine erweiterte Stillman-Technik mit Rüttelbewegungen. Diese erfordert dann mehr Geschicklichkeit.

Arbeiten Sie sich auch hierbei wieder Zahnabschnitt für Zahnabschnitt vor. Wenn Sie die Außen- und Innenflächen der Zähne geputzt haben, können Sie die Kauflächen – wie bei der Bass-Methode – mit einer Hin- und Herbewegung reinigen.

Achten Sie darauf, nur einen leichten Druck auf die Bürste auszuüben, um eine Schädigung und den Rückgang des Zahnfleisches zu vermeiden.

Kurz-Check:

  • Zahnbürste im 45°-Winkel auf dem Zahnfleisch ansetzen
  • Nur leichten Druck auf die Bürste ausüben
  • Bei der erweiterten Variante wird wie bei der Bass-Technik „gerüttelt“
  • Mit einer Drehbewegung der Bürste in Richtung Zahnspitze wischen
  • Kauflächen mit einer Hin- und Herbewegung reinigen.

Zähneputzen

Kurzinfo

Für eine effektive Mundhygiene sollten Sie beim Zähneputzen grundsätzlich Folgendes beachten: Zwei Mal am Tag zwei Minuten sind das Minimum. Wichtiger als die dafür aufgewendete Zeit ist jedoch, wie sorgfältig die Reinigung erfolgt. Normalerweise sollten Sie Ihre Zähne nach jedem Essen putzen, außer bei sauren Nahrungsmitteln wie Obst oder Fruchtsäfte. Hier sollte man etwa eine halbe Stunde warten, da die darin enthaltenen Säuren den Zahnschmelz für kurze Zeit „aufweichen“ und das Putzen könnte so dem Zahn mehr schaden als nützen.

Für Erwachsene gibt es verschiedene Putztechniken: Bass, Stillman (auch Auswischtechnik), die Rotations-Technik, die Massage-Technik sowie weitere mehr. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Bewegung der Zahnbürste und ihre Eignung für bestimmte Patientengruppen. Für Kinder empfiehlt sich die KAI-Technik.

Zähneputzen allein reicht zur persönlichen Mundpflege nicht aus: Mit Hilfsmitteln wie Zahnseide oder Zungenreinigern sollte man sie daher ergänzen.

Wenn sich bei Ihrem Kind die ersten Milchzähne zeigen, also zwischen dem sechsten und neunten Monat, sollten Sie mit der Pflege der Zähne beginnen. Ein kleines weiches Tuch oder auch ein Wattestäbchen erleichtern den Einstieg. Mehr zur speziellen Zahnpflege bei Kindern erfahren Sie hier.

Putzt man sich die Zähne selten oder sogar nie, entstehen starke bakterielle Zahnbeläge, aus denen in der Regel dann Erkrankungen wie Karies und Entzündungen wie die Parodontitis (die Entzündung des Zahnhalteapparates) hervorgehen.

Die Checkliste fürs Zähneputzen

Die wichtigsten Stichworte dazu im Überblick:

  • Häufigkeit: mindestens zwei Mal am Tag. Morgens nach dem Frühstück und abends vorm Schlafengehen. Ideal ist das Putzen nach jeder Mahlzeit. Ausnahme: Saure Speisen und Getränke. Warten Sie dabei mindestens eine halbe Stunde mit dem Putzen und spülen Sie Ihren Mund bis dahin mit Wasser aus.
  • Dauer des Putzens: etwa drei Minuten
  • Drücken Sie die Zahnbürste nicht zu fest auf, damit Zahnfleisch und Zahnhälse nicht geschädigt werden.
  • Putzen Sie mit kurzen, sanften Bewegungen.
  • Achten Sie auf hintere Zähne, schwer zugängliche Stellen und auf den Rand von Kronen und anderen Zahnersatz.
  • Es gibt verschiedene Putztechniken: allgemeingültige und spezielle, zum Beispiel die KAI-Technik für Kinder
  • Zähneputzen mit der Bürste reicht nicht aus. Mit weiteren Hilfsmitteln wie Zahnseide können Sie Ihre Mundpflege sinnvoll ergänzen.

Genaue Informationen zu den Putztechniken finden Sie hier.

Welches Einstiegsalter fürs Zähneputzen ist ideal?

Am besten starten Sie bei Ihrem Kind so früh wie möglich mit der Zahnpflege. Optimal ist es, wenn sich bei ihm die ersten Zähne ankündigen, also zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat. Auch der erste Zahnarztbesuch steht dann schon auf dem Programm.

Anfangs können Sie die Zähne vorsichtig mit einem Wattestäbchen reinigen oder bereits mit einer sehr weichen, kleinen Kinderzahnbürste. Spätestens mit zwei bis drei Jahren sollten Sie Ihr Kind an das eigene Putzen gewöhnen. 

Mehr Informationen zu Kinderzähnen finden Sie hier.

Putzten mit elektrischen Zahnbürsten

Elektrische Zahnbürsten lassen sich recht einfach handhaben. Dennoch gilt es, einige Grundregeln zu beachten, um einerseits eine gute Reinigungswirkung zu erzielen und andererseits Zahne und Zahnfleisch zu schonen.

Das Wichtigste: Elektrische Zahnbürsten nehmen Ihnen die feinen Putzbewegungen und damit die eigentliche Putzarbeit ab – das erleichtert besonders Kindern und älteren Patienten mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten die Zahnpflege.

Im Wesentlichen besteht die Aufgabe beim Putzen mit elektrischen Zahnbürsten darin, auf den richtigen Druck und die korrekte Haltung und Führung der Bürste zu achten. Es bestehen zwar einige Unterschiede in der Bedienung der unterschiedlichen elektrischen Zahnbürstenarten, das grundsätzliche Vorgehen ist jedoch ähnlich.

Allgemeine Hinweise zur Putztechnik mit elektrischen Zahnbürsten:

  • Führen Sie die Bürste langsam von Zahn zu Zahn und üben Sie dabei einen nur geringen Druck aus.
  • Achten Sie darauf, den Bürstenkopf möglichst genau am Zahnfleischrand entlang zu führen.
  • Folgen Sie der Wölbung der Zähne, indem Sie die Bürste entsprechend anwinkeln und um den Zahn „herumführen“. Dies ist wichtig, um die Zahnzwischenräume möglichst gut zu erreichen. Hier können sich besonders leicht bakterielle Beläge (die Haupauslöser für Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis) festsetzen.

Weitere Tipps:

  • Auch beim Putzen mit einer elektrischen Zahnbürste ist die zusätzliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide bzw. Interdentalbürsten erforderlich.
  • Manche Modelle besitzen eine Anpresskontrolle und warnen, wenn der Benutzer zu fest aufdrückt. Dies kann dazu beitragen, Langzeitschäden an Zähnen und Zahnfleisch durch zu festes Aufdrücken zu vermeiden bzw. zu verringern.

Aufgrund der Vielzahl der am Markt erhältlichen Produkte und der individuellen Gegebenheiten jedes Patienten stellen diese Tipps nur allgemeine Hinweise dar.

FAQ's

Ich putze mir die Zähne, habe aber trotzdem Mundgeruch. Woran kann das liegen?
Mundgeruch, fachsprachlich Halitosis, entsteht zu 90 Prozent direkt im Mund und kann unter anderem von Karies und Parodontitis hervorgerufen werden. Sie sollten also zur Kontrolle in unsere Praxis kommen. Wir können feststellen, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung dahinter steckt.
Häufig sind nach heutigem Forschungsstand Bakterien auf dem hinteren Zungendrittel für die unangenehmen Gerüche verantwortlich. Gegen sie hilft es, die Zunge häufiger mit einem Zungenschaber oder einer -bürste zu reinigen. Gelegentlich kann der Einsatz einer Mundspüllösung sinnvoll sein. Hier erfahren Sie mehr über diese Hilfsmittel. In unserer Praxis zeigen wir Ihnen gerne die richtige Anwendung.

Zusätzliche Hilfsmittel bei der Zahnpflege

Um eine optimale Zahnpflege zu gewährleisten, gibt es weitere Hilfsmittel wie Zahnseide oder Zungenreiniger. Dazu finden Sie ausführliche Informationen in unserem Themenbereich „Zahnpflegeprodukte“.

Allgemeines zur Putztechnik

„Festes Schrubben reinigt am besten“ – ein Irrtum!

Üben Sie beim Zähneputzen einen sanften Druck aus. Starkes Aufdrücken und ruppige Bewegungen sind für Zähne und Zahnfleisch schädlich: Sie könnten nach und nach einen Teil des schützenden Zahnschmelzes abschmirgeln oder Ihr Zahnfleisch verletzen.

Vor dem Putzen sollten Sie Ihren Mund mit Wasser ausspülen, um von vornherein Speisereste und im Speichel gelöste Nahrungsbestandteile zu entfernen.

Damit Sie beim Zähneputzen keine Zahnpartien vergessen, ist ein festes Schema sinnvoll. Zum Beispiel: Zunächst alle Außenseiten der Zähne reinigen, dann die Innenseiten, anschließend die Kauflächen usw. Zum richtigen Zähneputzen gehören kurze, sanfte Bewegungen.

Achten Sie besonders auf den Zahnfleischrand, schwer zu erreichende hintere Zähne sowie deren Rückseiten und Bereiche am Rand von Füllungen, Kronen und anderem Zahnersatz. Bei vielen Putztechniken sollten Sie die Zahnbürste schräg in einem Winkel von 45 Grad am Zahnfleischrand oder auf dem Zahnfleisch selbst ansetzen. Um die Rückseite Ihrer Frontzähne zu putzen, halten Sie die Zahnbürste senkrecht.

In unserer Praxis zeigen wir Ihnen gerne, wie Sie Ihre Zähne schonend und gründlich reinigen können. Auch Ihrem Kind bringen wir früh das richtige Zähneputzen bei.

Genaue Informationen zu den Putztechniken finden Sie hier.

Was passiert, wenn ich selten oder gar nicht putze?

Zahnschmerzen und Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch sind unangenehm. Aber mit einer sorgfältigen und regelmäßigen Pflege oft auch vermeidbar. Putzt man seine Zähne dagegen selten oder nie, sind zunächst starke Zahnbeläge (Plaque) die Folge.

Diese ziehen in aller Regel ernsthafte Beschwerden und Erkrankungen wie Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis nach sich. Die Parodontitis, die Entzündung des Zahnbettes, kann beispielsweise zum Verlust von ansonsten völlig gesunden Zähnen führen. Was viele Menschen nicht wissen ist, dass sie darüber hinaus negative Einflüsse auf den gesamten Organsimus haben kann.

Mehr Informationen zu Zahn- und Zahnfleischerkrankungen:

Zähneputzen: Wann und wie oft?

Richtiges Zähneputzen dauert mindestens zwei Minuten. Entscheidender als die dafür aufgewendete Zeit ist jedoch, wie sorgfältig die Reinigung erfolgt – viele Erwachsenen gehen zu oberflächlich vor. 

Als Minimum sollten die Zähne zwei Mal am Tag geputzt werden: morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Ideal ist es, nach jeder Mahlzeit zur Zahnbürste zu greifen. Wenn Sie sehr saure Nahrungsmittel zu sich genommen haben, zum Beispiel saures Obst, Fruchtsäfte und Softdrinks, sollten Sie mit dem Zähneputzen etwas warten: Die darin enthaltenen Säuren könnten sonst den Zahnschmelz für kurze Zeit aufweichen und das Putzen würde den Zähnen mehr schaden als nützen. Optimal ist es, wenn Sie Ihren Mund nach säurehaltigen Speisen und Getränken mit Wasser ausspülen.

Zahnbürsten

Kurzinfo

Die Zahnbürste ist nach wie vor das wichtigste Hilfsmittel Ihrer persönlichen Zahnhygiene. Wählen Sie sie nach folgenden Kriterien aus: Sie sollte einen kurzen Kopf, Kunststoffborsten mit abgerundeten Enden und eine mittlere Borstenhärte haben.

Nach dem Zähneputzen spülen Sie die Bürste mit heißem und klarem Wasser gründlich aus und bewahren Sie sie an einem trockenen Ort auf, damit sich Bakterien nicht einnisten können. Achten Sie außerdem darauf, die Zahnbürste in kürzeren Zeitabständen auszuwechseln.

Mit der richtigen Putztechnik macht es keinen Unterschied, ob Sie zur Handzahnbürste oder der elektrischen Variante greifen. Hauptsache, Sie säubern Ihre Zähne mindestens etwa drei Minuten lang.

Checkliste

  • Kurzer Kopf: Bürsten mit einem kurzen Kopf (Richtwert: ca. 2 bis 2,5 cm oder die Breite von zwei Zähnen) sind am besten geeignet.
  • Kaufen Sie eine Zahnbürste mit dichtem Borstenfeld.
  • Achten Sie auf abgerundete Kunststoffborsten: Borsten aus Naturmaterialien bieten eine ideale Brutstätte für Bakterien.
  • Wechseln Sie die die Bürste mindestens alle acht Wochen, nach Erkrankungen wie einer Erkältung sofort.
  • Schließlich sollten Sie auch prüfen: Liegt die Zahnbürste gut in der Hand? Komme ich besser mit einer Handzahnbürste oder einer elektrischen zurecht?

Elektrische Zahnbürste

Bei der richtigen Putztechnik ist die herkömmliche Zahnbürste zur Zahnreinigung genauso geeignet wie eine elektrische Bürste. Viele Menschen beherrschen die korrekte Technik jedoch nicht. Insofern bietet sich die elektrische Zahnbürste als Alternative an, um Putzfehler auszugleichen. Voraussetzung ist aber auch hier die richtige Handhabung: Wie beim Bürsten von Hand sollte mit der elektrischen Zahnbürste jeder einzelne Zahn gründlich vom Zahnfleisch zur Zahnkrone hin geputzt werden.

Der Vorteil bei elektrischen Bürsten: Die Bewegung des Kopfes (drehend oder vibrierend) ist automatisch eingestellt. Das kann das Reinigungsergebnis verbessern.

Egal ob per Hand oder per Knopfdruck: Auch mit der elektrischen Zahnbürste sollte das Zähneputzen etwa drei Minuten dauern.

FAQ's

Ist eine elektrische Zahnbürste effektiver als eine normale Zahnbürste?
Nein. Wenn Sie eine der richtigen Putztechniken beherrschen, kann nichts schiefgehen. Wichtig ist, dass Sie mindestens zwei Mal am Tag, nach dem Frühstück und vor dem Zubettgehen, besser aber nach allen Hauptmahlzeiten drei Minuten zur Zahnbürste greifen.
Seit wann gibt es Zahnbürsten?
Natürlich sah sie damals nicht so aus wie heute, aber die Zahnbürste ist tatsächlich bereits rund 5000 Jahre alt. Archäologen fanden in ägyptischen Gräbern kleine Stöcke zum Kauen. Um 1500 herum waren Bürsten mit Schweineborsten in China im Gebrauch. 1780 rief der Brite William Addis ein Unternehmen ins Leben, das aus Kuhknochen und –borsten Zahnbürsten produzierte – allerdings immer noch so teuer, dass sich das nur Adlige leisten konnten. Dem US-amerikanischen Chemiker Wallace Hume Carothers gelang dann 1938 der große Coup mit Nylon: Seit er das Material erfunden hatte, revolutionierte er nicht nur die Strumpfmode, sondern auch die industrielle Fertigung von Zahnbürsten. Von da an war sie auch für die Massen erschwinglich.

Die richtige Zahnbürste

Die Wahl der richtigen Zahnbürste kann das Ergebnis beim Zähneputzen verbessern. Zahnbürsten mit der falschen Form oder ungeeigneten Borsten hingegen können die Zahnreinigung erschweren oder sogar Schäden anrichten.

Eine gute Zahnbürste hat folgende Eigenschaften:

  • Kurzer Kopf: Um gut in alle Winkel der Mundhöhle zu gelangen, sind Bürsten mit einem kurzen Kopf und einem kleinen Borstenfeld am besten geeignet.
  • Kunststoffborsten mit abgerundeten Enden: Im Unterschied zu Naturborsten können sich Bakterien in Kunststoffborsten schlechter einnisten. Abgerundete Borsten schonen das Zahnfleisch und helfen, Reizungen und Entzündungen zu verhindern.
  • Mittlere Borstenhärte: Sind die Borsten zu hart, können frei liegende Zahnhälse und Zahnfleisch Schaden nehmen.

    Um Zahnbürsten vor unnötiger Keimanlagerung zu schützen, gelten auch hier einige Pflegeregeln:

  • Reinigung: Spülen Sie die Zahnbürste, vor allem den Kopf, nach dem Gebrauch gründlich mit klarem, heißem Wasser ab.
  • Trockene Aufbewahrung: Eine feuchte Umgebung ist der ideale Nährboden für Bakterien. Schütteln Sie das restliche Wasser nach dem Auswaschen der Bürste gut aus und stellen Sie die Bürste zum Trocknen mit dem Kopf nach oben in einen Zahnputzbecher.
  • Regelmäßiger Austausch: Wechseln Sie Ihre Zahnbürste mindestens alle zwei Monate aus. Bei längerem Gebrauch lässt die Reinigungswirkung nach. Spätestens wenn die Borsten verbogen sind, sollte man zu einer neuen Bürste greifen.

    Unser Tipp: Nach Erkrankungen im Mund- und Rachenraum, wie zum Beispiel Zahnfleischentzündungen oder Erkältungen, sollten Sie die Bürste sofort wechseln.

Zahnpasten

Kurzinfo

Zahnpasta sorgt nicht nur für einen frischen Geschmack beim Zähneputzen, sondern macht es sehr viel effektiver: Die Zahncreme hat dabei vor allem zwei Funktionen:

Sie enthält feinste, so genannte abrasive Partikel (auch „Putzkörper“ oder „Schmirgelstoffe“) gegen Zahnbeläge (Plaque) und sie bündelt die mit der Bürste abgelösten Beläge, damit sie anschließend mit dem Schaum leicht ausgespuckt, also aus dem Mund entfernt werden können. Zusätzlich trägt die Zahnpasta mit ihrem Fluoridgehalt zur Kariesprophylaxe (Vorsorge) bei.

Checkliste

  • Kaufen Sie eine fluoridierte Zahnpasta. Fluorid härtet Ihren Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegen Kariesbakterien.
  • Spezialzahncremes zum Beispiel für sensible Zähne können die Ursachen für Ihre Beschwerden nicht beseitigen, sondern nur lindern. Kommen Sie bei empfindlichen Zähnen zu uns in die Praxis, wir können den Ursachen nachgehen und geeignete Maßnahmen ergreifen.
  • Effektiver und schonender als Spezialzahnpasten für weiße Zähne ist eine professionelle Zahnreinigung.
  • Greifen Sie für Ihre Kinder bis zu einem Alter von etwa sechs Jahren zu einer speziellen Kinderzahnpasta mit geringerem Fluoridgehalt.

FAQs

Ich trinke viel Kaffee und Tee und möchte bräunliche Verfärbungen auf den Zähnen vermeiden. Können Sie mir eine Zahnpasta für weiße Zähne empfehlen?
Diese Spezialzahnpasten sind nicht uneingeschränkt zu empfehlen, da sie im Vergleich zu normalen Pasten gröbere Putzkörper („Schmirgelstoffe“) oder Säuren enthalten. Wenn Ihre Zähne gesund sind, können Sie sie zwar verwenden. Sind Ihre Zähne jedoch schon vorgeschädigt oder liegen Zahnhälse frei, können diese Spezialzahnpasten von Nachteil sein. Lassen Sie Verfärbungen daher besser durch eine professionelle Zahnreinigung entfernen. Diese dient nicht nur der Zahnästhetik, sondern auch Ihrer Zahn- und Mundgesundheit.
Warum gibt es eigentlich spezielle Zahnpasten für Kinder?
Kleine Kinder sind noch nicht so geschickt beim Zähneputzen und verschlucken häufig einen Teil des Zahnpastaschaums. Mit einer normalen Zahnpasta könnten die Kleinen daher eine zu hohe Menge an Fluorid aufnehmen, was beispielsweise zu Zahnflecken führen kann. Daher ist die Fluoridkonzentration in Kinderzahnpasta geringer (maximal 0,05 Prozent oder 500 ppm) als in normalen Zahnpasten. Ab einem Alter von sechs Jahren können die Kinder normale Zahnpasta mit 0,1 bis 0,15 Prozent (1000 bis 1500 ppm) Fluoridgehalt benutzen. Meist mögen sie den Geschmack der Erwachsenenzahnpasta nicht oder sie sind wegen der ätherischen Öle (zum Beispiel Menthol)  zu „scharf“. In diesem Fall können Sie eine spezielle Kinderzahnpasta mit dem Fluorid-Gehalt einer Erwachsenenpasta kaufen.

Was ist gute Zahnpasta?

Eine gute Zahnpasta ist fluoridhaltig. Dieser chemische Grundstoff kommt in Mineralien vor, festigt den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegen den Angriff von Säuren und damit gegen Karies.

Daneben enthält jede Zahnpasta weitere Inhaltsstoffe, die das Putzergebnis verbessern: Abrasive Stoffe sind kleine Partikel („Putzkörper“), die die Zahnbeläge mechanisch entfernen. Diese können zum Beispiel aus Marmor oder Schlämmkreide bestehen. Keine Sorge, gesunden Zähnen schaden sie nicht, da der Zahnschmelz härter ist als diese Putzkörper. Bestimmte Tenside in der Zahnpasta sorgen für die Schaumbildung: Der Kontakt der Zahnpasta zu den Zähnen wird verbessert und der Zahnbelag kann durch Schaum besser entfernt werden.

Kaufen Sie für kleine Kinder bis etwa sechs Jahren eine spezielle Kinderzahnpasta, die dem Alter entsprechend weniger Fluorid enthält. Kinder mögen ihren milderen Geschmack außerdem lieber als den der normalen Zahncreme.

Welche Zahnpasten gibt es?

Im Handel werden verschiedene Spezialzahnpasten angeboten, zum Beispiel für besonders sensible Zähne. Sie enthalten Wirkstoffe, die freiliegende Zahnhälse etwas unempfindlicher machen und in der Regel auch weniger Putzkörper als normale Zahnpasten. Sie können die Beschwerden bei frei liegenden Zahnhälsen aber nur lindern, nicht beseitigen. Kommen Sie daher zur Abklärung der Ursachen in unsere Praxis.  

Einige Zahnpasten enthalten entzündungshemmende Stoffe wie Pflanzenextrakte oder Wirkstoffe gegen Zahnstein. Sie können zwar die Heilung von Entzündungen unterstützen bzw. vorbeugen und die Neubildung von Zahnstein hemmen – einen Zahnarztbesuch ersetzen diese Spezialpasten nicht.

Daneben werden Zahnpasten angeboten, die Sie auch verwenden können, wenn Sie gegen einen Bestandteil der gängigen Zahncremes allergisch sind. Diese enthalten kein Menthol, teilweise auch keine anderen ätherischen Öle und nur wenige Geruchs- und Geschmacksstoffe. Sie können auch während homöopathischer Behandlungen weiter benutzt werden.

Beliebt sind spezielle Zahnpasten für besonders weiße Zähne. Sie entfernen Verfärbungen durch Tee, Kaffee oder Tabak zwar besser als andere Zahnpasten. Allerdings enthalten sie auch gröbere Schleifkörper oder Säuren, um die Beläge besser zu lösen. Beide Stoffe können bei regelmäßiger Anwendung schädlich für den Zahn, vor allem für den Zahnschmelz sein. Weißmachende Zahnpasten sollten nur bei gesunden Zähnen angewendet werden, ansonsten können diese Inhaltsstoffe eher schaden.

Eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt hingegen entfernt nicht nur diese unschönen Verfärbungen, sondern auch Zahnstein und bakterielle Beläge in Zwischenräumen und Nischen im Mund. Sie trägt damit zur Vorsorge von Karies und Parodontitis bei.

An der natürlichen Grundfärbung Ihrer Zähne ändern diese weißmachenden Pasten ohnehin nichts. Falls Sie mit Ihrer natürlichen Zahnfarbe nicht zufrieden sind, kommt vielleicht ein Bleaching für Sie in Frage.

Bei der Auswahl der für Sie richtigen Zahnpasta helfen wir Ihnen gerne. Sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch darauf an.